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Toleranz und Intoleranz Toleranz ist einer dieser Begriffe, mit dem allzu oft und allzu gern falsches Spiel getrieben wird. Wie oft werden wir Zeuge, dass irgendwo irgendwer mehr Toleranz einfordert bzw. sie sich selbst zuspricht. So beispielsweise dann, wenn er gönnerhaft verkündet, nichts gegen Schwule zu haben. Was dem scheinbar Toleranten bei einer solchen Aussage selbst meist gar nicht auffällt ist, dass diese eher Rückschlüsse auf eine Überheblichkeit zulässt. Warum? Man muss Toleranzbeteuerungen nur genau sezieren. Sodann würde man bei vielen dieser oft gönnerhaften vorgetragen Aussagen eine Form des Größenwahns erkennen. Denn zwischen den Zeilen gelesen/gelauscht klingt es plötzlich so, dass etwa die Homosexualität der persönlichen Absolution sowie des Wohlwollens eines Einzelnen zwingend bedürfe. Der Begriff Toleranz leitet sich vom lateinischen Verb tolerare ab und steht u.a. für durchstehen, ertragen und aushalten. Und genau das ist Toleranz in den meisten Fällen auch nur – ein (mehr oder weniger widerwilliges) Ertragen einer „Sache“, wie etwa der Homosexualität.
... “anders sein” tolerieren ...
Es kämpfen so viele Homosexuelle (oft verbissen) um mehr Toleranz und verwechseln dabei sehr oft die Toleranz mit der Akzeptanz. Wenn jemand Homosexualität und Homosexuelle toleriert, so muss er sie noch lange nicht akzeptieren. Zumal mittlerweile ja bereits ein leichter gesellschaftlicher Druck ausgeübt wird, Schwule und Schwulsein doch bitte schön zu tolerieren. Toleranz heißt aber eigentlich nur, dass man z.B. mit der Lebensweise/Neigung einer Person nichts anfangen kann, diese aber dennoch duldet, sie also toleriert. Wenn man als Schwuler aber lediglich geduldet ist. Und dies von vielen Menschen auch nur deshalb, weil es sich schließlich gesellschaftlich so gehört; - nämlich Schwule zu dulden (sie also zu tolerieren), dann sind Homosexuelle immer noch meilenweit davon entfernt gesellschaftlich akzeptiert zu sein. Aus diesem Grund geben mir persönlich die vielen öffentlichen Toleranzkundgebungen pro Homosexualität auch herzlich wenig. Homosexuelle, Biosexuelle und Transsexuelle brauchen weit weniger Toleranz als vielmehr Akzeptanz.
siehe auch unter: Abartigkeit, Aidshysterie, Beschimpfungen & Beleidigungen (antischwule), Emanzipation der Maenner, Fassbinder, Rainer Werner, Ichbezogenheit & Narzissmus , Oeffentlichkeit & Gesellschaft, Schule und Homosexualität, Szene-Schwule, Szene (schwule), Travestieshows & Travestiekünstler, Ueble Nachrede, Verlag rosa Winkel, Vorurteile gegenueber Homosexuellen, Warmduscher, Zusammengehoerigkeitsgefühl (Solidaritaet),Zukunftsaussichten & Zukunftsaengste |
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