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Tunten-Barock Eine richtige (Vollblut-)Tunte hätte am liebsten in Zeiten der französischen Hochkultur gelebt; natürlich als ein gepuderter Adliger mit eigenem Schloss und dazugehöriger Dienerschaft. Aber da es das böse, böse Schicksal nicht so gut mit ihr gemeint hat, und sie sich in der ach so fürchterlichen Gegenwart befindet, ist sie gezwungen, im Hier und Heute, das Bestmögliche aus ihren misslichen Lebensumständen herauszukitzeln.
Und so wird die eigene Wohnung zu einem kleinen Prunkschloss umgestaltet; mit pompösen Kronleuchtern (von Woolworth) und jeder Menge goldverzierter Antik-Attrappen (vom Flohmarkt). Bei alledem darf natürlich ein majestätisch anmutendes Himmelbett mit weinroter Auflage und Goldsaum nicht fehlen. Und dieses hübsch-scheußliche Sammelsurium nennt sich dann Tunten-Barock.
oder siehe auch unter: Allueren (schwules Gehabe), Charley’s Tante Birdcase & Co , Colliergriff, Dee, Georgette, Diva, Divine, Effemination, Fernsehen & Medien, Frauenkleider & Fummel, DWT – Damenwaeschetraeger, Federboa, Luder, Flittchen und Schlampen, Morgenstern, Ralph, Pumps, Stoeckelschuhe und High Heels, Gekreische (tuntiges, zickiges), Schottenrock, Schminkutensilien, Stimme (schwule),Tunte, Vatikanstadt |
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