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Über die katholische Kirche und ihre Heilverbreiter alle Rechte liegen bei Arne Pahlke Oh, Herr, vergebe ihnen, denn sie wussten und wissen nicht was sie tun! Eigentlich könnte ich es ja bei diesem durchaus versöhnlichem Eingangssatz belassen, mit dem ich mein klerikales Verhältnis quasi in wenigen Worten übers Kreuz gebrochen habe. Aber schließlich nenne ich mich nicht aus Jux und Tollerei Mister Zynus. Und außerdem hebe ich mir mein aufrichtiges Mitgefühl lieber für den kränkelnden Börsenmarkt auf, als für die moderige und mit reichlich Blut befleckte Glaubensprostitutionsgesellschaft Katholische Kirche. Nein, ich bin kein Atheist und erst recht würde ich mich nicht als ketzerischen Gottesleugner bezeichnen. Ich glaube sehr wohl an einen Gott. Und ich hoffe inständig, das dieser zur meiner Vervollkommnung, hin zur Perle des Universums, weiterhin tatkräftig mitwerkeln wird. Und, nein, ich bin weder in einer katholisch verseuchten Gemeinde aufgewachsen noch in einer dieser nach außen hin so ungemein fanatisch auftretenden katholischen Biedermeierfamilien, was meines Erachtens selbst die schlimmste Form einer Katholizismus-Aversion rechtfertigen und entschuldigen könnte. Ich Menschenwurm bin ohne jeden Glauben an einen Gott, an eine Göttlichkeit oder einen Schöpfer aller Dinge aufgewachsen. Und wahrscheinlich schließe ich genau aus diesem Grund den Glauben an Gott von meiner tiefen Abneigung gegenüber der katholischen Kirche kategorisch aus, denn was hat Gott mit der Kirche zu tun? Nichts! Nur leider sind viele, der von der Glaubensvermarktungsgesellschaft um ihren Glauben betrogenen Seelen, nicht mehr dazu in der Lage, Gott und Kirche voneinander zu trennen, obgleich der liebe Herrgott Gott von der Kirche ungefähr so abhängig ist, wie das Ewige Licht von einem Atomkraftwerk. Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass die katholische Kirche im Verlauf ihrer extrem beschämenden Geschichte weitaus mehr Menschen um ihren Glauben betrogen hat, als dass sie suchenden Seelen zu einem wahrhaftigen Glauben verhelfen konnte. Und jene straff durchorganisierte Kirchentruhe täte wirklich gut daran, nicht etwa jene Millionen angeblich freiwillig zum Christentum Bekehrte mitzuzählen, die die Heilverbreiter der Kirche in ihrem missionarisch fanatischen Eifer eingelullt haben. Denn wer hungernden Menschen Brot reicht und in der anderen Hand gleichzeitig die Bibel als ein Versprechen trägt, der verhält sich meines Erachtens zutiefst unmoralisch! Aber über Moral predigen die Vertreter der Jesuitengemeinde ohnehin weitaus lieber, als das sie sich selbst tugendhaft verhalten. Und die feurigsten Reden halten sie meist dann, wenn sie sich über unkeusches und unsittliches Verhalten ereifern. Doch ihre Worte, die sie heuchlerisch im Namen Gottes lallen, klingen einfach viel zu verräterisch, um von Wahrheit durchtränkt zu sein. Und glücklicherweise ist es seit Menschengedenken bekannt, dass es meist eben genau jene Menschen sind, die sich über das Fehlverhalten ihrer Mitmenschen aufregen, die selbst die schlimmsten moralischen Abgründe unter der Maske ihrer auf Frömmigkeit zurechtgestutzten Fratze tragen.
Oh, was habe ich mich früher über die Bischöfe und Kardinäle erzürnt, die ihre völlig weltfremden, selbstzufriedenen Hirnblähungen in die Welt katapultierten, die mit ihren ernsten Trauerminen meist nur eine Botschaft transportierten; nämlich das die die Welt voll von ist Sünde ist, das Glauben eine sehr ernste und traurige Angelegenheit sein muss, das man täglich Buße tun sollte und dass man, um dort hinzukommen, am besten genauso traurig und bemitleidenswert aussehen sollte, wie die alten bleichen Herren in ihren unfreiwillig komischen Gewändern. Gott sei Dank erzürnt mich heute weder das Vorhandensein von Bischöfen noch das von Kardinälen. Ja, mich empört nicht einmal mehr, der von einem tiefen Kummer getragene Jammergesang katholischer Priester, den diese Sonntag für Sonntag in Körper verletzender Manier über ihre Gemeinde wellen, oder besser gesagt, über jenen stets schwindenden Teil des Kollektivs, welches sich diesem stets wiederkäuendem Trauerspiel noch immer freiwillig aussetzt. Die, ach so fromme Weltglaubensgesellschaft, ist in meines Erachtens kaum mehr als ein übersattes und zutiefst sündhaftes Glaubensvernichtungssyndikat, eine menschenverachtende religiös vernagelte Schädelpresse, die über zwei Jahrtausende hinweg weitaus mehr Menschenleben ausgelöscht hat, als dies der schlimmste Diktator, der je auf Erden sein Unwesen trieb, in hundert Jahren vollbracht hätte. Und ich rede hier nicht allein von den läppischen paar Millionen Menschenseelen, die vor allem im Namen der Kirche insbesondere im Mittelalter gefoltert und hingerichtet wurden. So verbrannten allein in Europa zwischen 1640 und 1780 weit über 200000 angebliche Hexen auf Scheiterhaufen. Und für dieses unvorstellbare Massaker war ein religiöser, insbesondere von der katholischen Kirche entzündeter Wahn verantwortlich. Und auch waren es Vertreter der katholischen Kirche, die vor über zweitausend Jahren damit anfingen, ihre neue Weltmoral zu predigten, und diese vielerorts durchzusetzen. Es lässt sich nicht einmal grob schätzen, wie vielen Menschen die Kirche dadurch entsetzliches Leid und den Tod gebracht hat Übereinander geschichtet würde dieser Leichenberg aber wohl mit Leichtigkeit bis an die so oft zitierte Himmelspforte hinauf ragen. Es war übrigens einst auch die katholische Kirche, die das Zersägen von Knaben bei lebendigem Leib schäbig und böse als „gerechte Strafe Gottes“ rechtfertigte, wenn diese z.B. der Masturbation überführt wurden. Oh ja, die katholische Kirche hat schon seit jeher sexuelle Handlungen krank geredet und dadurch viele Menschen zu seelischen Krüppeln gemacht. Und ein tragisches Kuriosum an diesem Umstand ist der, dass einige dieser seelisch kastrierten Figuren sich im Laufe ihres Lebens zum Priester berufen sahen. Anstatt endlich aufzuwachen, predigten sie nun ihrerseits denselben krankmachenden Mist von den Kanzeln, welcher ihnen bereits den natürlichen Umgang mit der Sexualität vernagelt hatte. Und gleichzeitig schauten sie verschämt zu den jungen Messdienern - und verhüllt unter ihren Kutten trugen und tragen sie noch heute ihre aufbegehrende Sehnsucht einer gekappten Jugend. Aber ich verzeihe den Kirchenverantwortlichen die vielen Massaker des Mittelalters, schließlich handelt es sich doch um Altlasten einer vergangenen Epoche. Ja, und auch habe ich großes Verständnis für die vielen Knabenliebhaber unter dem Dach der katholischen Kirche. Schließlich hat ihr Arbeitgeber ihre verbotenen Phantasien ja geradezu provoziert. Ja, ich denke, im Verzeihen und im Toleranz üben, tue selbst ich mich, der selbsternannte Menschenfeind, weitaus leichter, als die Mehrheit der alterssenilen Vertreter jener religiösen Terrorallianz, die fast durchweg weltfremde Milchbubis zu Heilbringern ausbildet, welche dann von Kanzeln ihre zutiefst betrüblichen Büttenreden servieren. Ja, Heil, Liebe und vor allem Hoffnung – all dies und mehr kann man sehr wohl finden, wenn man sich Gott anvertraut. Nur, hierfür braucht es ganz bestimmt nicht den Umweg über die Kirche! Und erst recht bedarf es keiner Glaubensanstalt die selbst heute ganz bewusst Menschen in tiefes Unglück stürzt; ja, die einige Menschen sogar in den Selbstmord treibt. Warum z.B. kann die katholische Kirche sich nicht endlich dazu durchringen, homosexuellen Menschen das glaubhafte Gefühl zu vermitteln, dass auch die ihrige Art zu leben und lieben ein Teil von Gottes Plan sein muss, da sie sonst nicht existieren würde – weder bei Menschen und erst recht nicht in der Tierwelt, wo Homosexualität wohl schon immer ein fester Bestandteil war. Gott bedeutet Liebe – die katholische Kirche hingegen macht aus der Liebe ein Monopol und spielt sich als moralische Instanz auf, die darüber richtet, was Liebe ist und was nicht! Gott weiß, ich habe viele Frauen und Männer geküsst, ich bin mit Frauen- und Männerkörpern in einem Meer aus Glück und Leidenschaft versunken – und mitunter bildete ich für Augenblicke sogar eine Einheit mit mir flüchtig bekannten Menschen. Und es muss Gott gewesen sein, der mich in diesen kostbaren Momenten sanft streichelte und mir zulächelte. Es muss der Schöpfer des unendlichen Universums gewesen sein, der mich fühlen ließ, dass ich nichts Schlimmes tat – sondern im Gegenteil, ihm glücklich machte, weil ich selbst glücklich war. Gott liebt die Liebenden. Die katholische Kirche aber will schon seit Ewigkeiten die Liebe diktieren und entfernt sich dabei von der Wahrhaftigkeit der Liebe. Der buddhistische Glauben fordert die Menschen auf, nicht einfach zu glauben sondern alles zunächst auf den Prüfstand zu stellen. Im christlichen Glauben hingegen gibt es für mein Gefühl viel zu viel ungeschriebene und geschriebene Gesetze, wobei letztere insbesondere in der Bibel zu finden sind; einem Buch, welches leider Gottes bislang nicht nur Segen für die Menschheit parat hielt. Wenn Schwulenhassern zum Beispiel die Argumente ausgehen, dann fahren sie häufig großes Geschütz auf: "Aber in der Bibel steht schließlich geschrieben…“, ereifern sie sich dann voll von religiösem Fanatismus: “… dass Homosexualität widernatürlich ist."Nun, bei aller Wertschätzung für die Bibel muss man sich immer wieder vor Augen halten, dass diese lediglich von Menschenhand in einer weit zurückliegenden Kulturepoche verfasst bzw. überliefert wurde. Und für viele Bibelforscher steht es völlig außer Frage, dass die heilige Schrift seit ihrem Bestehen nicht nur immer wieder umgeschrieben, sondern unliebsame Passagen sogar ganz aus ihr herausgestrichen wurden. Denn vor allem in früheren Epochen wurde die Bibel von vielen Herrschern als reines Machtinstrument missbraucht – und genau als ein solches Instrument wurde sie, wie sollte es auch anders sein, von den Herrschern innerhalb der katholischen Kirchenführung benutzt. Ich schreie es deshalb in die Welt hinaus: „Verdammt noch mal, die Bibel ist nicht von Gott geschrieben – und er würde bei der Lektüre der heiligen Schrift sicherlich hier und da seinen imaginären Kopf schütteln oder aber einfach nur herzhaft lachen.“ Das ich nun aber trotz all der erwähnten Sachverhalte ein durchaus herzliches Verständnis für die aufgeblähte Glaubensprostitutionsgesellschaft aufbringen kann, dies liegt wohl hauptsächlich daran, dass es sich um eine Institution handelt und nicht um die Meinung eines einzelnen Menschen. Dies aber entschuldigt im Gegenzug nicht das Verhalten eines jeden einzelnen, der sich in den Dienst eben dieser Institution stellt! So kann ich es z.B. nur äußerst schwerlich bis gar nicht nachvollziehen, wenn etwa ein Schwuler davon träumt in der katholischen Kirche die Priesterweihe zu überstehen. Nun, das viele Priester gewisse masochistische Tendenzen in sich tragen, die sich übrigens oftmals auch in ihren sexuellen Phantasien widerspiegeln, dies ist hinlänglich bekannt und wird nur von Seiten der katholischen Kirche heftig dementiert. Aber muss es denn gleich die Befriedigung durch einen fortwährenden Schmerz sein, nämlich ein Teil seines Ichs leugnen zu müssen? Und muss dieses allumfassende Falschspiel zu allem Überfluss noch auf dem Rücken anderer Menschen ausgetragen werden? Denn schließlich kann nur ein wahrhaftiger Pastor ein guter Heilverkünder sein. Wer aber noch nicht einmal aufrichtig gegenüber sich selbst ist, der vermag dies erst recht nicht gegenüber anderen Menschen zu sein!
Abschließend noch einige geschnürte Wortbrocken über den „Rotkappydaddy“ des Vatikanstaates, obgleich ich ja schon noch einige Leckerbissen bezüglich der sakralen Institution zu reichen hätte. Aber ich will es mit meiner Schelte mal nicht auf die Kirchturmspitze treiben. Außerdem würde ich mich dort ja fanatisch orientierten Katholiken geradezu als Zielscheibe anbieten. Und das diese nicht nur besonders bitterböse Briefe und E-Mails verfassen können, sondern scheinbar auch weitaus eher zu Gewalttaten neigen, dies belegt Euch unter anderem ein flüchtiger Blick in die Abteilung „Serienkiller“ dieser absonderlichen Homepage. Es ist übrigens erstaunlich und beängstigend zugleich, wie viele der dort aufgeführten Täter aus Familien stammen, in dem der katholische Glaube gleich einer Reichsfahne hochgehalten wurde, oder aber wo ein Mehrfachmörder, ohne Hinweis auf eine überchristliche Erziehungstortur, religiöse Gründe als Tatmotiv angibt. Meine Güte, was ich Quasselstrippe aber auch immer vom eigentlichen Thema abzuschweifen drohe…. Ich wollte mich doch dem Papa Papst widmen, welcher sich mit zunehmender Gebrechlichkeit einer wachsenden Popularität und Beliebtheit erfreut, insbesondere unter den jungen, von der Härte des Lebens arg verwirrten Menschenkindern. Ich werde übrigens kein böses Worte über Karel Woytila, so der bürgerliche Name des Papstes, über meine Lippen bringen. Es verdient allerhöchsten Respekt, wenn ein Mann in seinem Alter und mit seinen Gebrechen ein solches Tagespensum runterspult. Und auch spricht es für ihn, dass er mehrere Sprachen fließend beherrscht und über einen feinsinnigen Humor verfügen soll. Über das Amt des Papstes hingegen, welches er bekleidet, kann ich allerdings nur den Kopf schütteln. Der alte Mann hätte sich lieber einen angenehmeren und anständigeren Beruf auswählen sollen, welcher ihm nicht nur einen wohlverdienten Ruhestand ermöglicht hätte, sondern überdies wäre es ihm erspart geblieben z.B. lebensrettende Verhütungsmittel zu verbieten. Wer weiß, vielleicht ist es ja ein ketzerischer Gotteswink, dass er jetzt mit „Schüttellähmung“ auf einer nicht enden wollenden Welttournee den Oberhirten mimen muss? Was für seltsame Pappnasen haben sich einst wohl ausgedacht, einen Menschen erstmals „Heiligen Vater“ oder „Papst“ zu nennen, ihm daraufhin mit teilweise lächerlichen Insignien kirchlicher Macht auszustatten und diesen ganzen Firlefanz dann noch völlig schamlos über eine so lange Zeit bis ins Hier und Jetzt zu retten? Mein lieber Herr Kastratenverein, gleich so, wie die Bibel nur ein Buch ist, wenngleich auch ein sehr tiefgründiges Fragment, so ist Euer Papst nichts weiter als ein ganz gewöhnlicher Sterblicher, der in einem Kokon teilweise abartiger Verpflichtungen gefangen ist. Warum also fallen Menschen in aller Welt trotz alledem vor einem solchen Mann auf die Knie? Warum sind sie selig, wenn sie ihm die Hand küssen dürfen? Würde denn irgendjemand von diesen Menschen auch dann noch Karel Woytilas Hände oder Füße küssen, wenn dies ein armer alter Mann in einem Elendsviertel wäre, mit eben denselben Ansichten, die er als Papst vertritt? Ich befürchte, das dass, was die meisten „Gläubigen“ in die Nähe des Papstes drängt, eher einem religiösen Starkult gleicht als einem wirklich tiefen Glauben. Vielleicht bin ich aber auch nur ein seltsamer Vogel, der da meint, dass der Glauben nicht verwaltet gehört; der meint, dass Spiritualität keine dogmatischen Regeln braucht. Und der davon überzeugt ist, das uns allein die Liebe zu Gott führen kann, womit eine Institution wie die katholische Kirche vollkommen überflüssig ist.
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