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Unterdrückung einer ungeliebten Wesensart Arne Pahlke, Frühjahr 1990/2004
Erzählt uns nichts, nur weil ihr meint, es wird von euch erwartet! Und kommt uns nicht mit: „Jeder Mensch ist gleich“ und: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Hört endlich auf uns zu verarschen, indem ihr sagt:
Ihr dürft keine Schwarzen hassen! Ihr dürft keine Dicken hassen! Ihr dürft keine Juden hassen! Ihr dürft keine Alten und Behinderten hassen! Ihr dürft keine Schwulen hassen! Ihr dürft niemanden hassen! …nicht einmal euch selbst!
Ihr selbstgefälligen Moralapostel, ihr müsst euch eines merken:
Jeder Mensch auf dieser Welt darf alles hassen! Jeder Mensch darf grollen und wüten und verachten! Jeder Mensch darf und kann und wird hassen, eben immer dann, wenn er nicht zu lieben fähig ist, weil er sich selbst zu lieben nicht fähig ist. Und ihr könnt niemanden dazu zwingen, sich selbst zu lieben und zu achten!
Und eben deshalb könnt ihr auch niemanden dazu zwingen, einen anderen Menschen zu lieben und zu achten! Die Würde des Menschen ist antastbar! Vor dem Gesetz ist kein Mensch gleich!
Schwarz ist nicht weiß ist nicht dick ist nicht dünn, ist nicht alt ist nicht jung, ist nicht homo ist nicht hetero, ist nicht richtig ist nicht falsch!
Aufgezwungene Gleichmacherei ist Rassenwahn! Unterdrückter Hass ist die explorierende Gewalt von Morgen! Und verbotene Gefühle sind ein nicht zu verurteilendes Absurdum. Ich liebe und hasse und achte und verachte, wem und wann ich will!
Merkt euch das! Ich hasse euch! |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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