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Verhinderte Nacktfotos
Gestern unternahm ich eine etwa dreistündige Radtour. Und ich ließ diese Ausfahrt an, wie ich es oft zu tun pflege, nämlich ohne dabei ein festes Ziel vor Augen zu haben. Dabei schlage ich einfach irgendeine Himmelsrichtung ein, um zu sehen, wohin mich die Wege führen. Und Hamburg hat zigtausende Wege und Straßen, sodass ich immer wieder Überraschungen erlebe. So landete ich bei dieser kleinen Radtour schon bald in einer Sackgasse. Oder vielmehr baute sich eine Autobahn vor mir auf, die mir eine Weiterfahrt (zumindest in meine favorisierte Richtung) unmöglich machte. Und das besonders Gehässige an diesem Umstand war, dass mich auf der gegenüberliegenden Seite Naturabschnitte lockten, die mir gefielen. Doch so sehr ich auch nach einer Überfahrtsmöglichkeit suchte, ich fand keine, weshalb ich schließlich widerwillig eine andere Richtung einschlug.
Dabei fiel mir einmal mehr auf, dass viele Wald- und Grünflächen in Hamburg, die man noch als nahezu wild und urwüchsig bezeichnen darf, von den Stadt- und Landesvätern mittels hohen Zäunen und Verbotsschildern zu Tabuzonen erklärt werden. Und so kam es, dass ich wohl bereits eine volle Stunde mit meinem Rad unterwegs war und in dieser Stunde dennoch keinen einzigen Flecken Natur vorgefunden habe, der zumindest so groß (und dabei zugänglich!) war, das ich dort hätte Nacktfotos von mir machen können; - ohne dabei von irgend jemanden beobachtet werden zu können. Tja, denn genau dies war schließlich eines meiner erklärten Ziele dieser Ausfahrt: Die Anfertigung von “Arne-Nettogewicht-Fotos”.
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in den Boberger Dünen
Ja, Hamburg ist eine grüne Stadt. Wenn man sie z.B. mit dem zubetonieren Berlin vergleicht, würde ich sie sogar als urwüchsigen Dschungel bezeichnen. Tatsächlich sind aber auch hier jene Plätze rar, die eine naturbelassene Landschaft bieten. Und will man rundum von Natur eingebettet sein, so kommt man kaum umhin, die Hansestadt (weit) hinter sich zu lassen. Ich landete schließlich in einem kleinen Vogelschutzgebiet, wovon allerdings nur ein kleiner Teil zugänglich war. Der Rest war auch hier durch hässliche Zäune sowie unzählige Hinweisschilder zum Niemandsland erklärt. Somit war an die Anfertigung von Nacktbildern auch an diesem Ort nicht zu denken. Dies auch deshalb nicht, weil sich einfach zu viele Menschen auf diesem kleinen Flecken Natur tummelten. Leider reagieren ja immer mehr Menschen zunehmend hysterisch und grenzdebil, wenn sie z.B. einen anderen Menschen nackt in Wald oder auf einer Wiese begegnen. Und das Totschlagargument dieser Entrüsteten (die das juristische einklagbare Recht leider auch auf ihrer Seite haben) lautet dann meistens, dass sie zwar selbst (was für Heuchler) nichts dagegen hätten, aber schließlich an die Kinder gedacht werden müsse.
Ja, natürlich geht es stets um den Schutz der braven unverdorbenen Kinder. Doch warum sollen Kinder keine nackten Männer und Frauen in Wälder und auf Wiesen sehen? Warum versucht man ihnen etwas vehement als widernatürlich zu verkaufen, was definitiv natürlich ist? Und warum schreien so viele selbst ernannten „Kinderschützer“ laut auf, wenn z.B. jemand auf seiner Homepage rein erotische Nacktbilder von sich online stellt? Also, ich denke, die Kinder selbst haben damit noch am wenigsten Probleme. Zum Problem wird Nacktheit für sie doch erst dann, wenn ihre Eltern damit ein Problem haben und dieses Unvermögen auf ihre Kinder übertragen.
in den Boberger Dünen
Das „Krankheitsgeschwür Mensch“ zeigt seine hässlichen Auswüchse eben auch im Umgang mit natürlicher Nacktheit. Da melden z.B. „fürsorgliche“ Eltern ihre Kinder aus einem Kindergarten ab, in denen es die Erzieher wagten, ihre Kinder nackt miteinander spielen zu lassen. Pfui – wie kann man nur!?
Doch, wer weiß, vielleicht war es ganz gut so, wie es gelaufen ist, da ich gestern nur den Gesichtsausdruck eines deprimierten Mannes hinbekommen habe. Und ein deprimierter Gesichtsausdruck ist keine gute Vorlage, aus der für gewöhnlich gute Aktfotos entstehen. Aber einige wenige Fotos habe ich dann doch angefertigt, wenngleich allesamt mit Restkleidung. Ich bin aber der Meinung, dass ein Mensch in einer Naturlandschaft komplett nackt am schönsten aussieht – und zwar ganz gleich, ob er nun alt, ganz jung, dick, dünn, kalkweiß oder wie auch immer daherkommt. Wenn ich meine Nacktfotos, die im Studio entstanden sind, mit jenen vergleiche, die unter freiem Himmel gemacht wurden, dann sehe ich zumeist meine künstliche Schönheit (Studio) mit meiner natürlichen Schönheit konkurrieren. Und dabei zieht die Studio-Schönheit, trotz der dort viel besseren technischen Ausstattung, stets den Kürzeren.
Ach, wie gerne würde ich jetzt an einem abgeschiedenen Plätzchen in freier Natur mit einem sich mir hingebenden Menschen Zärtlichkeiten austauschen. Montag, 27. Juni 2005
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