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„Verkommene Spritz-Piss-Fotzen“ oder die Geschichte zweier sündhaft teurer Pornofilme Arne Pahlke, August 2006
„Verkommene Spritz-Piss-Fotzen“, lautete der vollaromatische Titel eines verluderten Pornofilms, den ich mir kurz nach meinem achtzehnten Geburtstag in der einzigen erwähnenswerten Videothek meiner mich beschränkenden Geburtsstadt ausgeliehen hatte. Und die Videothek sah diese Leihkassette nie wieder, weil mir der magnetisch festgehaltene Inhalt dieser Kassette so wunderbare Fluten freudig erregter Spaßpampe aus meinen Lenden trieb. Deshalb wollte ich mich von diesen Lustquelle(n) nicht direkt am nächsten Tag wieder verabschieden. Und nach einer Woche erschien mir die mich zu erwartende Überziehungsgebühr übertrieben hoch. Also behielt ich die Spritz-Piss-Pussys einfach, woraufhin mir die Videothek zunächst Zahlungserinnerungen und später Mahnschreiben schickte. Lange Rede kurzer Sinn. Irgendwann stand ein freundlicher Gerichtsvollzieher vor der elterlichen Wohnungstür. Und da meine Mutter von diesem Herrn (der noch im Treppenhaus stand) unbedingt hören wollte, wie der Film heißt, für den er im Auftrag einer Videothek annähernd 600 D-Mark einzutreiben gedachte, bleib dem peinlich berührten Herren nichts anderes übrig, als ihr den Titel dieses Pornofilms zu nennen. Und somit durften auch unsere Nachbarn an meinen kulinarischen Sehgewohnheiten teilhaben. Nach dieser Peinlichkeit rief mich meine Mutter an die Tür. Und zwar in einem Tonfall, der für mein Gefühl etwas zu harsch ausgefallen war; - denn schließlich habe ich doch nichts Böses getan!? Oder war ich etwa für diese perverse Namensgebung des Filmes mitverantwortlich?
In sechs Raten beglich ich meine verwichste Schuld. Und bei jeder dieser sechs Überweisungen befand ich, dass ich mir mit dieser Leihkassette nicht nur total verkommene, sondern überdies auch extrem gierige Spritz-Piss-Fotzen in die elterliche Wohnung geholt hatte. Na ja, typisch Pussys halt! Einen weiterer Pornofilm, der mich viel Geld gekostet hatte und den ich dafür noch nicht einmal zu Gesicht bekam, erwarb ich in einem Sexshop auf der Reeperbahn. Also auf jener sündigen Meile, die ich als Jüngling oft aufsuchte, um mir dort z.B. die kulturellen Darbietungen kokainsüchtiger Hungerfrauen in Peepshows anzutun. Erregt haben mich ihre Darbietungen zwar nie, was mich allerdings nicht davon abgehalten hat, mir diese brachialen Solo- oder Duonummern wieder und wieder anzusehen. Ich weiß heute nicht mehr, wie der Pornofilm hieß, für den ich seinerzeit 99 Mark berappen musste. Ich weiß nur noch, das mich die Abbildungen auf dem Cover dermaßen fiebrig werden ließen, als hätte mir kurz zuvor irgendjemand einen halben Liter flüssiges Express-Viagra in meine Hoden gespritzt. Auf der Vorderseite war eine Frau abgebildet, der gerade das Kopfhaar abrasiert wurde. Und auf der Rückseite waren einige unchristliche Handlungen zu sehen, die nach der Zwangskopfrasur an der enthaarten Lady vorgenommen wurden. Am meisten erregte mich dabei jene Abbildung, wo man der zur Sklavenpussy mutierten Frau auf die frisch geschorene Glatze pinkelte und spritzte. Erfüllt von pulsierender Vorfreude fuhr ich mit der Bahn zurück in meine erste kleine eigene Wohnung. Doch, als ich in meiner Bude eingetroffen war, fiel mir zu meinem Entsetzen auf, dass ich den Film, den ich noch nie gesehen hatte, überhaupt nicht mehr in meinen Händen trug. Ich hatte diesen in meiner pulsierenden Vorfreude doch glattweg in der Bahn vergessen. Typisch Schwanzträger! |
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le Chasseur, 19. Mai 2012 - Jo - ist mir auch öfter passiert, dass ich was Wichtiges hab liegen lassen ........... Man kann sich dann mit dem Gedanken trösten, dass wenigstens der Schwanz solide angewachsen ist. Wortmutation: Hach, waren das noch (geile) Zeiten, als man sich noch nicht unendlich viele Wichsvorlagen (fast) ohne jeden Aufwand aus dem Netz besorgen konnte. Damals stellte die Beschaffung des Phallus-Material oft quasi so etwas wie das Vorspiel dar. Danke für Deinen Kommentar. |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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