Von wegen, sexsüchtig ...

Arne Pahlke, Februar 1998

 

Von wegen, ich wäre sexsüchtig.

Ich erliege meinem Trieb äußerst flüchtig.

Man könnte auch sagen, nur einmal täglich,

selten stündlich, aber wenn, dann gründlich!

 

Und von wegen, ich treibe es überall.

Wer so etwas behauptet, der hat einen Knall!

Ich mach’ es nur in Saunen, Kinos und Büschen,

in Wäldern, an Pissoirs und manchmal auf Tischen.

 

Aber niemals vor Jungfrauen, lieber inmitten!

Ich lieg’ halt ungern daneben, geh besser dazwischen.

Und überhaupt, ich wäre unersättlich, grenzenlos.

Warum behauptet man das bloß?

 

Nur, weil ich es nicht ausschließlich im Bett treibe,

und mich hin und wieder in der Öffentlichkeit nackt zeige?

Das ist doch hüllenlos,

aber doch nicht grenzenlos!?

Und außerdem, ich bin weder pervers noch abartig.

Ok, meine Sexpartner sind männlich, weiblich und mehrfarbig.

Und meine Praktiken sind deftig, oft sogar unkonventionell.

Doch was kann ich denn dafür?

Ich mag eben nicht nur zartes Pastell.

 

Und immerhin kann ich ganz genau sagen,

mit wie vielen Teilnehmern ich’s bislang getrieben.

Da lass ich mir keine Hyperpolygamie nachsagen!

Es waren ganz genau: 2007

 

schreibe einen Kommentar..
Dein Kommentar zum Text abgeben

leider noch kein Kommentar vorhanden. Sei der Erste, der einen Kommentar schreibt!

® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation