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Wär wohl mehr als Meer Arne Pahlke, Juni 1996
Wenn ich nicht dieses kleine mikroskopische Wunderkind wär; - nicht dieser magere Herr. Und hätte ich anstatt langer Hände und Beine nicht so eine kleine sondern eine größere Lunge. Kurzum: Wäre ich nicht als Junge geboren, sondern als Meer. Ja, dann wäre mein Dasein nicht so schwer. Dann nämlich, wäre ich tief und groß; - fast uferlos. Mit einem Atemstoß: Ich wär’ famos! Sozusagen vom Taschenheld, hin zur Gott der Wasserwelt.
Als Mensch fühle ich mich entschieden zu klein. Und zwar viel zu klein, um allgegenwärtig zu sein. Wo soll ich nur hin mit all meinen Allmachtsphantasien? Und wer würde so schon vor einem Winzling wie mir niederknien?
Ach, so gerne wäre ich ein Meer mit einem möglichst hohen Salzgehalt. Eventuell wäre ich aber auch gern ein Buchenwald. Oder zumindest Gottes rechte Hand. …oder bleib ich einfach unheilbar krank? |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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