Werbung & Werbebotschaften

Die Werbung hat den schwulen Mann für sich entdeckt. Oder präziser ausgedrückt, die schwule Käuferschicht. Und nicht nur das. Immer häufiger spielen Schwule in Werbeclips, Zeitungsanzeigen & Co die Hauptrolle. Allerdings weniger auf eine  Weise, als dass die Homosexualität der Propagandisten feststeht. Vielmehr wird in der Werbung mit Schwulen- Klischees gespielt, wobei die (liebenswerte) Tunte das Lieblingsmodel der schwulen Werbung ist. Und so wirkt mach ein Werbeclip wie ein Trailer aus Birdcage & Co.  Zum Beispiel dann, wenn man einen Mann rufen hört: „Tatütata, das Essen ist fertig". Sodann ist man bei Holger und Max gelandet, dem schwulen Werbe-IGLO-Pärchen. Dem Hersteller geht es dabei wohl weniger darum, neue schwule Kunden zu gewinnen, als sich vielmehr weltoffen, modern und tolerant (siehe auch unter: Toleranz und Intoleranz ) zu zeigen.

Will man Homosexuelle hingegen bewusst auf direktem (oder indirektem) Wege ansprechen, muss sich der Hersteller eher etwas anderes einfallen lassen, wie etwa mit der Werbeikone David Beckham, die Frauen und schwule Männer gleichermaßen anmacht.

 

 

Androlex - Fotograf_ Hasan-Anac_pixelio.de
Wir sind von Werbung umzingelt!

 

Hilfreich sind generell hübsche Männerkörper in mehr oder weniger erotischen TV-Spots, die nach Möglichkeit dezent schwul (oder auch nur androgyn) angehaucht sind.  Allerdings  nur in soweit, als dass die Produktvertreiber keine negativen Reaktionen ihrer „normalen“ Kunden fürchten müssen, und dennoch Käufer von der Fraktion der Verzauberten gewinnen. Wenn es richtig gut für den Hersteller läuft, dann reicht bereits die Einblendung eines nackten Männerarsches, der einladend zur Kußzone erklärt wird. Fraglich nur, ob sich ein schwuler Mann deshalb plötzlich mit der Seife dieses Herstellers wäscht.

Modemarken wie Dolce Gabanna & Co sorgen z.B. bei der Auswahl ihrer männlichen Modelle (sehr wahrscheinlich) dafür, dass diese auch (oder sogar vor allem?) schwulen Männern gut gefallen. Aber Marken wie D&C wurden schließlich (wie übrigens so viele andere Mrken auch) von  Homosexuellen entdeckt und nicht umgekehrt - denn Schwule schaffen oft erst jene Trends, für die später dann auch für die heterossexuelle Masse geworben wird.

 

siehe auch unter: Boss, Hugo, Calvin Klein & Konsorten, Dolce & Gabanna, Kosmetik (Mannerkosmetik), Rollenverteilung & Geschlechterrolle, Crisco, Lifestyle-Markenklamotten-Huschen , Fernsehen & Medien

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