Wider der Liebe

Arne Pahlke, Dezember 1996

 

Staubkorn Hoffnung aufgesogen

Spiralentunnel, Tränenmeer

Herzschlag Liebe hinfort gehoben

Leidenschaften nimmermehr

 

Wiesen teilen tiefe Gräben

Kummerschluchten, Jammertal

Sehnsucht hinter Gitterstäben

dürstend bleich vorm Marterpfahl

Wider der Liebe

Fragen fangen sich im Kreise

Rotation, die selbst sich rügt

Doch kein Liebender war je so weise

dass ihm die Leidenschaft nicht trügt

 

Dem Staubkorn Hoffnung nachgeflogen

macht er sich auf nach Nirgendwo

Fühlt sich plötzlich vom Verlust betrogen

sucht fiebernd nach dem Irgendwo

 

Trägt es in sein Herz, den Blick getrübt

und hält es fürchtend fest

Die Zeit wird lang, bis das, was trügt

er endlich von sich lässt

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