Widerstandsbrecher

Arne Pahlke, Juli 2010

 

 

Ich fahnde nach submikroskopischen Widerständen in der Luft,

um sie genüsslich zu brechen.

Ich stelle ihnen frei erfundene Fangfragen,

bis dass sie in der Springflut meiner Worte ersaufen.

 

Jemand belauscht mich dabei,

wie ich Autonomie der Widerstände breche,

woraufhin ich ihn zu meinem persönlichen Staatsfeind erkläre

und zu lebenslanger Kerkerhaft in meinem Alptraumschloss verurteile.

 

Doch nach kurzer Überlegung scheint selbst mir diese Strafe als zu inhuman,

weshalb ich ihn großherzig meinem gierigen Haifischmaul zum Fraß vorwerfe.

 

 

Zerrissen liegt er vor mir mit all seinen Lebenslügen,

die ich mir einverleibe, als wären sie meine eigenen;

was sie letztlich auch sind.

Aber dies ist und bleibt mein Geheimnis!

Und Widerspruch ist zwecklos!

Denn Widerspruch ist gleich Widerstand

und jeglicher Widerstand wird von mir gebrochen!

 

Ich bin ein Widerstandsbrecher

und kann einfach nicht widerstehen, Widerstände zu brechen.

 

Und Widerstände sind überall!

Man muss sie sich nur lange genug einbilden!

Man braucht ja einfach nur einmal tief Luft holen

und schon hat man das Maul voll von submikroskopischen Widerständen.

 

Widerstand ist zwecklos!

Der zermürbende Kampf gegen Widerstände allerdings auch! 

 

Will mir rgendjemand widersprechen?

 

Ich rieche ihre submikroskopischen Ein- und Widersprüche,

noch bevor ihr desaströses Denkzentrum diese in Widerworte verwandelt hat.

 

Also sparen sie sich ihre Worte!

Widerspruch ist zwecklos!

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Konkalit, 24 Juli 2010

Aber ...

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