Wilde, Oscar

(16. 10. 1854 - 30.11.1900); -  Oscar Wilde war ein anglo-irischer Schriftsteller und einer der bedeutendsten Autoren des 19ten Jahrhunderts. Wildes Kunst, pointierte scharfsinnige Texte zu schreiben, trieb er nicht nur im Bildnis des Dorian Gray eindrucksvoll auf die literarische Spitze.

Oscar Wilde ging (für die damalige Zeit) sehr offen mit seiner homosexuellen Neigung um. So machte er um seine gleichgeschlechtlichen Partnerschaften nie ein großes Geheimnis. So auch nicht mit seiner mehrjährigen Beziehung zu Lord Alfred Douglas, dessen Vater (ein kapriziöser schottischer Adliger) darüber derart erbost war, dass er Wilde (durch gezielte Provokationen) in eine Beleidigungsklage drängte, in dessen Verlauf höchst pikante Details aus dem Privatleben des Schriftstellers ans Tageslicht kamen. Details, die für Oscar Wildes Niedergang sorgten. So kam u.a. heraus, das der bekannte Autor mit sehr vielen Männern aus der Unterschicht und dem Strichermilieu sexuell verkehrte, was ihm letztlich zwei Jahre Zuchthaus (wegen Unzucht) einbrachte, wovon er sich gesundheitlich nie mehr ganz erholen sollte. 

 

Oscar Wilde


Der geistige Vater des Dorian Gray schied am 30. November 1900 völlig verarmt in einem Hotelzimmer (und zwar im besten Zimmer des Hauses) dahin, in dem der Besitzer ihm kostenlos  einquartierte. Und von dem leicht spöttischen Humor, den Oscar Wilde selbst in seiner Zuchthauszeit nie verloren hat,  waren auch seinen letzte Worte  erfüllt: “Entweder geht diese scheußliche Tapete - oder ich!“, soll er gesagt haben, bevor er an den Folgen einer Hirnhautentzündung verstarb.

 

siehe auch unter: Jugendwahn, Mann, Klaus, Mann, Thomas, Schwuler Film, Adonis, Boys, Boys, Boys, Buecher, Buchhandlungen (schwule), Das Bildnis des Dorian Gray, Eichendorff, Joseph Carl Benedict, Gefuehl(e), Goethe, Johann Wolfgang von, Genialitaet (geniale Homosexuelle), Objekt der Begierde, Michelangelo, Pubertaet,Romeo und Julian, Romantik (in Beziehungen), Schuldgefuehle (homosexuelle Neigung), SelbstverleumdungUeble Nachrede, Verfuehrung Minderjaehriger

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