Winnetou, Mozart von Goethe und Albert Fish

Arne Pahlke, Februar 2008

 

Fragen sie uns nicht immerzu nach unserem Namen!

Wir heißen Winnetou, Mozart von Goethe und Albert Fish

Versuchen sie uns nicht immerzu einzurahmen!

Für nur ein Bild sind wir viel zu feinstofflich.

 

Winnetou kann seinen Körper auf Knopfdruck verlassen.

Er tut dies immer, wenn er sich nackt im Spiegel sieht.

Schon als keiner Junge begann sich Winnetou zu hassen,

damit ihm Papa nicht mehr auf diese eine Weise liebt

 

Mozart von Goethe kann Tag und Nacht nur schreiben.

Er beschreibt sich so schonungslos, als schriebe gar nicht er

Anschließend kann er in seinen Texten verweilen;

doch die wer für ihn erschuf, wenn nicht er?

 

Albert Fish will alles immerzu zerstören.

Er isst rohes Fleisch und träumt vom Massenmord.

Ihm fällt es schwer ein Wort wie Liebe zu hören .

In der Destruktivität findet er ein Zufluchtsort

 

Fragen sie uns nicht immerzu nach unserem Namen!

Wir heißen Winnetou, Mozart von Goethe und Albert Fish.

Versuchen sie uns nicht immerzu einzurahmen!

Wir sind und bleiben – sind und bleiben flüchtig.

 

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