Wunschtraumfrauengesang

Arne Pahlke, Januar 2005

 

Komm her, du fabelhafte Frau, du mir bislang Ungeborene.

Du zaudernd zögerlich verhülltes Ding.

Ich glaub, du bist die trügerisch Verworrene

und verhütest  meinen Abkömmling.

Doch ich hör nicht auf von dir zu singen.

Ja, ich weiß, ich bin ein alter Narr.

Wenn ich die Schöpfung bitte dich mir darzubringen.

 

Foto by Rokerismorave

 

Komm her, du unerhörte Frau, du mir bislang Verwehrte.

Du im Verborgenen wallende Stofflichkeit.

Ich glaub, du bist auf Erden die Meistverehrte,

und spielst so gern mit meiner Benommenheit.

Sag, wie lang soll ich dich noch bitten?

Ja, ich tu es schon, bin ich doch ein Narrenkind.

Und doch bleibst du ewig von mir abgeschnitten.

 

So erscheine mir endlich, du auf ewig für mich Reservierte.

Du im Zaudertal gelagerter Verdichtungsbrei.

Ich glaub, du bist bloß eine manisch Deportierte

und dein Gezeter ist reine Augenwischerei.

Glaubst du wirklich, ich werd noch länger von dir singen?

Ja, ich tu es, aber nur um dir  zu offenbaren:

Von heute an werde ich dich nicht mehr aus meinen Lenden wringen.

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