Wortmutation-Statistik 2011 + Statistikgebrabbel

 

Im Jahr 2011 gab es 1.582.036 Pageviews. Annähernd 90 Prozent der Seitenöffnungen (circa. 1,35 Millionen) fielen dabei auf die Informationsbereiche ANDROLEX, Krankheit-Mensch (Folter und Hinrichtung, Serienkiller und Drogeninfothek). Lediglich 10,4 Prozent (annähernd 150.000 Seitenaufrufe) verteilten sich auf  die übrigen 25 Bereiche dieser Webseite. Und dabei führten die mir wichtigsten Bereiche auch im zehnten Jahr in Folge (also wie auch schon bei meinen Vorgängerprojekten www.konträr-leben und www.windzug) ein Schattendasein.   Doch nein, ich nehme die anhaltende Geringschätzung einiger Bereiche auch weiterhin nicht persönlich, sondern akzeptiere diese als eine typische Erscheinung des Internets. ;)

 

Statistikzahlen_2011_Wortmutation

gegenüber dem Vorjahr haben sich die Besucherzahlen mehr als verdoppelt (706.234 im Jahr 2011 gegenüber 324.548 im Jahr 2010.)

 


Dennoch hätte ich an dieser Stelle gerne etwas anderes über die Besucher meiner Seiten geschrieben, als dass der typische Besucher des Wortmutation-Universums sich in vielen Punkten nicht von einem gewöhnlichen Suchmaschinennutzer unterscheidet. So landet die Mehrheit nicht auf meinen Seiten,  weil sie z.B. nach Sarkasmus und Wortwitz sucht, scharfzüngige gesellschaftskritische Texte und Lyrik konsumieren möchte, sondern sie erreicht meine Seite(n) meist  über die Google-Suche, wobei vor allem Gewalt- und/oder sexrelevante Begriffe/Begriffsketten eingegeben werden. So wird ein eher spitzzüngiger Text ohne sexuelle Hintergedanken wie “Der Kinder wegen”  insbesondere über  (kinder)pornografische Begriffsketten angewählt. Und dies ist nur ein typisches Beispiel von vielen! Stehen in einem Text verteilt auf mehrere Seiten z.B. die drei Wörter: Mädchen, Schuluniform und Strafe... so liest sich das bei der von mir einsehbaren Google-Suche z.B. wie folgt: suche minderjähriges  Mädchen in Schuluniform zum betrafen, obgleich der Inhalt des Textes etwas komplett anderes transportieren will. Und viele der Suchketten sind sogar noch sehr viel deftiger und eindeutiger als dieses Beispiel.
Und deshalb avancierte die Story: „Der Tag, an dem mein Penis verschwand“ auch zur am häufigsten aufgerufenen Geschichte des Jahres, die  aber wohl von geschätzten 98% der Besucher nicht gelesen wurde, weil diese wohl eher nach einer möglichst obszön bebilderten Sexstory über dicke Schwänze fahndeten und weniger nach einer doppelwandigen Penis-Persiflage, in der sexuelle Motive überhaupt nicht bedient werden.


Das hohe Zugriffszahlen in der Regel wenig bis gar nichts über den Wert eines Seiteninhalts aussagen, sollte eigentlich jedem klar sein! Wohlgemerkt: Sollte! Bei You-Tube verzeichnen z.B. vor allem die primitivsten und dümmsten Videos die höchsten Zugriffszahlen, während hunderttausende wertvolle Inhalte fast ungesehen bleiben. Man könnte auch sagen: Überall dort, wo die niedersten menschlichen Dispositionen bedient werden, herrscht der größte Andrang! Und überall dort, wo jemand unter die Oberfläche zu dringen versucht, verflacht das Interesse der Masse! Zwar gilt dieses Gesetz nicht allein im  Internet  - doch  im Internet kämpft man als Kreativer, Künstler oder  Schreibender besonders mit dem breiten und stets wachsendem Desinteresse der Masse für “forderndere” Inhalte. S
o erfährt ein Text oder ein Video, an dem man als Kreativer tagelang gearbeitet hat, oft nicht einmal den Bruchteil jener Aufmerksamkeit, wie etwa ein verpixeltes Handyvideo, in dem ein besoffenes Mädchen zu sehen ist, die in ihrer eigenen Kotze liegend ihrem Delirium entgegen lallt.


Es ist doch wie mit der Bild-Zeitung. Alle hassen BILD – alle schimpfen auf BILD – doch Millionen Menschen kaufen sich täglich die BILD-Zeitung und weitere Millionen rufen täglich BILD-online auf.
Diese Form von Schizophrenie wird vor allem im Internet (u.a. Dank von jedermann einsehbaren Zugriffsstatistiken) sehr offensichtlich.

 

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Konkalit, 22 Januar 2012 -    Ja das ist wohl einfach so. Ich erkenne ja bei mir selbst das Muster, auch wenn ich es vermeide die primitivsten Medien im TV oder anderswo zu konsumieren , ertappe ich mich nach einem harten Tag doch nach dem Drang etwas seichtem zuzuhören oder zu lesen, etwas was das Gehirn nicht anstrengt. Es muss schon ein freier Tag mit viel Langeweile sein , wenn ich mich dazu entschließe etwas anspruchsvolles zu lesen oder auch zu gucken. Dann hat man auch die Energie und Muße dem zuzuhören und sich damit auseinanderzusetzen.

MentalistORIGON, 25 Januar 2011 - Es liest sich teilweise etwas resigniert. Obgleich Sie sehr zufrieden mit Ihren Zahlen sein können! Ein Blick in diverse Algorithmen von Google und in ihr Linkranking zeigt mir überdurchschnittlich gute Werte. Und ich weiß, wovon ich spreche, da ich mehrere Seiten für Künstler betreue, die froh wären, wenn sie auch nur annähernd auf Ihre Zugriffszahlen kämen. >----I

The Educator, 3 Februar 2012 -  Na das ist ja mal ne gute Nachricht. Die genannten Daten berechtigen zu der (zumindest sehr groben) Schätzung, daß TÄGLICH (!) zwischen mehrere dutzend und einige hundert User aufmerksam und mit Interesse die Dir wichtigen Bereiche von Wortmutation durchstöbern. Und die Tendenz ist steigend. Was nicht zuletzt darauf zurückzuführen ist, daß Deine eigene Person in weiten Teilen der Inhalte ausführlich und auf eine authentische Art mit hinein integriert ist.
 

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