Wut im Bauch

Arne Pahlke, 1987

 

Verdammte Scheiße. Verdrecktes Geld.

Verfluchte Arbeit. Verfickte Welt.

Verlogene Sprüche zu jeder Zeit.

Am besten ist, man ist dauernd breit!

Oh, ich werde meinen Hass nicht los.

Es liegen meine Nerven bloß.

Nur Brom betäubt die Aggression.

Und es gelingt mir keine Diskussion.

Ich möchte mir den Kopf wegfetzen,

möglichst durch einen neuen ersetzen.

Oder mich galant vor eine U-Bahn schmeißen;

zerfetzt dann auf die Spießer scheißen.

Ich verfluche meine Depressionen.

Sag, können die mich nicht mal verschonen?

Wut im Bauch

Ertrinke fast im Alkohol,

fühl mich nur noch besoffen wohl.

Schmeiß die leeren Buddeln an die Wand

und fühl mich nur noch ausgebrannt.

Ich könnt das ganze Haus zerbrüllen,

mich in Leichentücher hüllen.

Verfluchte Scheiße. Verdammter Dreck.

Das Dasein erfüllt doch keinen Zweck.

Idioten - Penner - dummes Pack,

ihr seid so was von abgefuckt!

Sollen sie doch die Schnauze halten,

die Neunmalklugen und die Alten.

Denn wenn sie alles besser wissen,

warum geht es ihnen dann beschissen?

Sie können mir mal die Füße lecken.

Sollen die Wichser doch verrecken!

Sie sollen mich nur in Ruhe lassen

und sich an ihre eigne Nase fassen.

Ich verfluche mich und mein Gewissen

und verheult brülle ich in meine Kissen…

Der Rest wurde vom Autor zensiert,

da er im folgenden seine Beherrschung verliert.

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