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Zapping durchs Neandertal Arne Pahlke, November 2006
Ich häute jungfräuliche und halbmännliche Fickfotzenpussys, zu den wiederholten Brunftschreien eines Michael Jacksons, dessen mädchenhaftes Gejammer mir in meinem Ohr festklebt, wie der Stöpsel einer pseudoaktiven alternden Tunte, die auf Knabenpirsch ihren Stolz gegen Selbstdemütigungsakte eintauscht. In mir dröhnt phonstark jenes heuchlerisch geblähte Vakuum, welches mir frisch frisierte Kotlinge des Konsums mit Pauken und Trompeten in mein Geselligkeitsanus gepustet haben. Ich fühle mich gefickt von einer widerwärtig dicklichen lesbischen Ulknudel, dessen Lachen nach aufgesetzten versucht männlichen Dünnschiss klingt.
„Wie geht es dir?“ , waren die letzten Worte, die mein Nachbar sprach, ehe sein Debilitätskopf unter meinem hämischen Beifall zerplatzte, wie eine faule Melone nach einem Fensterwurf. „Brave Granate, zischte ich. Das nächste Handgepäck steckte ich einer dummen Tussy in die Pussy. „Geburtenregelung“, raunte ich ihr zu, ehe es ihr unter lautem Stöhnen kam. Lange her, dass ich es einer Frau einmal so nachhaltig besorgt habe, dachte ich mir, als ich auf zwei dieser „Unvermögens-Vermögenslinge“ traf, die nur deshalb unaufhörlich über die Höhe ihres Einkommens schwätzten, weil ihr seelenwundes Dasein darüber hinaus nichts beinhaltete, worüber es sich sonst zu reden gelohnt hätte. Nun ja, sie sprachen über einen Wechsel, der allerdings mit meinem Erscheinen geplatzt war.
Bang! Batsch!
Sangeszwerg Robin Willams zog übrigens zum 288 mal blank. Und Ich frage mich: Welcher normal konsumgefickter Menschdruide, (kreischende Tittenwesen seien hiervon einmal ausgenommen) will dieses blutrotunterlaufe erweiterte Schließmuskelgewebe dieses trällernden Zahnstochers eigentlich noch freiwillig ansehen? Oder will uns Robby Mobbelseppel damit letztlich nur Hinweise auf die Qualität seiner Songs in die Welt blähen? Vorgestern landete ich zufälligerweise in einer Schlagersendung, die von Dieter Thomas Heck moderiert wurde. „Ungeheuerlich“, entfuhr es mir, das sie jetzt schon am Samstag Abend zur besten Sendezeit solche stinklangweiligen Wiederholungen bringen. Aber dann bemerkte ich, dass dies gar keine Wiederholung war. Dieter Thomas Heck lebt also immer noch? „Das ist ja wirklich ungeheuerlich“, entfuhr es mir erneut, um an dieser Stelle nicht das Wort geschmacklos zu missbrauchen.
Apropos Missbrauch. Da die Dokumentation über Brandstifter, die ich unbedingt ansehen musste, weil mein letzter Arbeitgeber nicht wirklich nett zu mir war, erst zehn Minuten nach der Leichenfleddershow anfing, guckte ich noch einmal kurz zu meiner Rebecca, die ich vor drei Wochen auf ihrem Schulweg aufgelesen habe und die nun in einer bunten Kiste in meinem Schlafzimmer lebt.
„Ich will hier raus“, schrie das blöde Balg. „Halt die Fresse“, schrie ich zurück : Du bist hier nicht im Dschungelcamp. Wenn dich hier irgend jemand raus wählen sollte, dann bin ich das! Aber dann als Hacksteak!“ Und schon war sie still. Der Boxkampf war übrigens lausig. Kaum Blut. Und als dann endlich mal ein Kiefer brach wurde direkt abgebrochen. Sind wir hier beim Wort zum Sonntag? Erbrechen musste ich danach auch fast, als dieses karikierte Gebiss auf zwei Beinen, welches beim Sender „Probehinrichtungen 7“ immer diesen lustigen Hermann mimt, eines seiner Schätzchen vorstellte. Ich hab ja nix gegen Schwule, denn dafür steck ich ja selbst viel oft und viel zu tief in dieser stoßbereiten Scheiße drin. Aber gegen so einen Roger Rabbit hätte ich an diesem Abend schon ganz gerne etwas in meiner Hand gehalten. Wie jetzt, bei E-Bay dürfen keine Handgranaten angeboten werden? Ok, dann muss ich es ihm eben mit meiner Hand besorgen. „Endlich gute Comedy“, schreckte ich schließlich aus meinem Alkoholschlaf auf und sank alsdann (mit mir und der Welt zufrieden= in meinen Sessel zurück. Ehe ich dann bemerke, dass die Spätnachrichten liefen. Ich glaube, ich komme mit dem heutigen Fernsehprogramm einfach nicht mehr klar. Also mach ich jetzt selbst Filme. Vielleicht wage ich mich ja sogar an ein Remake der Rappelkiste!?
Rebecca? |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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