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Zungenspiele © Arne Pahlke
Es trafen sich zwei Zungen, umschlungen von feuchten Lippen. Die eine fragte ganz ungezwungen: „Dürfte ich sie wohl bitten, mich feucht und warm zu kleiden?“ Woraufhin die beiden sich zunächst formierend zurückzogen, um sich dann, im gekrümmten Bogen, aus zwei sich öffnenden Mündern zu pressen, um einander tastend zu vermessen.
Doch beim Schmatzen, Schlecken und so weiter ... wird, wie man weiß, auch Speichel angereichert. Woraufhin die eine der beiden Zungen geiferte: „Darf ich wohl den Gaumen bitten, seinen Speichelfluss zu unterbinden!? Sie baten mich, sie warm zu küssen, doch nicht in ihrem Meer zu versinken.“ Da blieb der ungezwungenen Zunge glatt die Spucke weg und ihre Lippen wurden augenblicklich spröde. Fauchend zischte sie: „Du gespaltener Promenadendreck: „Dich zu küssen, ist echt öde“, und verweigerte ihr fortan das Geschmacksbesteck. |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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