Zweifelhafte Gerechtigkeit Arne Pahlke, Oktober 1994

Es öffnet sich das Tor zur blutenden Arena.

Sie jubeln und recken ihre Krüge.

Alles surreal, oh heilige Philomena.

Und aus jedem Kläger bellt die Lüge.

 

Ihre Schreie trommeln in meinen Ohren.

Ihre Dekadenz brüllt mir das Lied zu meinem Tod.

Und in ihrem Blutrausch heucheln sie ganz unverfroren;

 erteilen der Klarsicht Spielverbot.

Foto by  Massimo Finizio

 

Ihre zweifelhafte Redlichkeit erbricht.

Ihre Kehlen verdunkeln meinen Innensaum.

Ihre verdorrte Barmherzigkeit zerbricht

Es stranguliert mir meinen Traum.

 

Liege entblößt vor den Advokaten.

Ihr Unvermögen ist Teil der geifernden Menge.

Zehntausendfach werd ich verraten,

zehntausendfach treiben sie mich jubelnd in diese Enge.

 

Ich schaue auf die Ränge, durchsiebe tausend Fratzen.

Schau auf den Vorleser meiner Blutrauschklage.

Nein, mich töten nicht die Pranken der wilden Katzen.

Mich tötet auf den Rängen, das wilde Gelage.

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