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Zwischen zwei Atemzügen Arne Pahlke, März 2006
Kettensägen aus Einweggummi färben das Zahnweiß meines Zerebrums blutrot.
Dreineinhalb Aspirin plus C verändern kurzfristig meine Blutgruppe.
Ein Haarriss in meinem Unterkiefer verweigert jede Aussage.
Und ein Rasierapparat fällt meine letzten Antennen zur Außenwelt.
Doch doch, ich sehe die Dinge schon so, wie sind sind!
Das Klobecken will mir einmal mehr alles abverlangen. Es nimmt immer nur und gibt nie etwas zurück.
Mein Spiegelbild geht fremd. Ich erkenne es kaum wieder. Früher waren wir ein Herz und eine Seele. Und heute hält uns nur noch die Gewohnheit zusammen.
Beim Anblick meines Ichs könnte ich glattweg meinen Verstand verlieren. Aber verrückt sein ist mir mittlerweile zu banal.
Ich lausche lieber meinem Blutstrom und lungere auf fremden Gedankengängen.
Ich bin ein Gedankendieb und klaue alles fürs Klo.
Und nach ihm die Sturzflut. Mein Hohlkopf in Scheiben. Kleister für die Sinne. Täuschungen auf Rezept. Gebühren gegen Schmerz. Linderung gegen Lügen. Gebäude gegen Schutz. Befohlene gegen Freiheit. Gefühl gegen Tod.
Einmal kurz Luft holen bitte! |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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